[Intro] Zwölf Namensschilder auf einem Tisch. Zwölf Schlüssel daneben. Ein Ordner wird geöffnet. Ein roter Stift beginnt. [Verse] Helga nennt die alten Mieter, Jule schreibt die Jahre auf. Nils überspielt die alten Bänder, bis die Stimme Gegenwart hat. Aus der Küche wird ein Büro, aus dem Keller ein Archiv. [Pre-Chorus] Die Firma kennt uns als Einheit, Objekt in Portfolio Nummer neun. Wir lernen, uns beim Namen zu rufen, bevor wir nur Adresse sein. [Chorus] Zwölf Namen gegen eine Nummer, zwölf Schlüssel, kalt in einer Hand. Kein Posten in der großen Summe, kein Aktenzeichen ohne Gesicht. Zwölf Namen gegen eine Nummer — das Haus hält heute den Atem an. [Verse] Wir schreiben jedem früheren Namen, den Helga noch aus Akten kennt. „Im Hof stand einmal eine Linde.“ „Der Fahrstuhl war schon damals kaputt.“ Die Antworten füllen drei Ordner — greifbar, was kein Fonds im Kaufpreis fand. [Pre-Chorus] Der Anwalt sagt: „Es gibt kein Wunder.“ Die Zeitung sagt: „Schickt Material.“ Wir sagen nichts von Wundern — nur: „Wir sind sichtbar. Das ist real.“ [Chorus] Zwölf Namen gegen eine Nummer, zwölf Schlüssel, kalt in einer Hand. Kein Posten in der großen Summe, kein Aktenzeichen ohne Gesicht. Zwölf Namen gegen eine Nummer — das Haus hält heute den Atem an. [Drum Break] [Bridge] Wer die Tür allein nicht halten kann, lädt zwölf Hände ein. Nicht jeder Mut braucht einen Chor — manchmal reicht ein leiser Schwur. [Build-up] [Final Chorus] Zwölf Namen gegen eine Nummer, zwölf Schlüssel, kalt in einer Hand. Kein Posten in der großen Summe, kein Aktenzeichen ohne Gesicht. Zwölf Namen gegen eine Nummer — das Haus hält heute den Atem an. Zwölf Stimmen tragen den Koffer hinaus. Zum ersten Mal schaut die Stadt auf das Haus. [Outro] Haddad. Krüger. Mara und Leni. Tobias. Jule. Ben. Nils. Und alle, deren Schilder vor unseren entfernt wurden. Drei Schläge. Ein langer Ton. Zwölf Hände auf dem Tisch.